Aktionen 


 Kommentare 
 Montag, 29. November 2004 - 20:08 Uhr 
HuLk
Pssssst! Silence!
nein, diesmal geht es nicht darum das ich keine glotze mehr habe.
das dürfte mittlerweile ja bekannt sein.

ich habe es endlich geschafft das so hoch gelobte adventure ‘the moment of silence‘ durchzuspielen.
hier also meine beurteilung, für alle die noch mit sich ringen ob sie das auch mal anfangen sollen:

Ohne hier zu viel verraten zu wollen ist es schon nach dem Vorspann, spätestens aber nach zehn Minuten Spielzeit klar, das es sich hier um irgendeine Verschwörung handelt, dessen Ausmaß sich noch nicht abschätzen lässt.
Wir sind irgendein erfolgreicher Werbefuzzi, der z.zt. dem Alkohol verfallen ist, weil seine Frau und sein Sohn vor ein paar Tagen bei einem Flugzeugabsturz ums Leben gekommen sind. Nebenbei arbeiten wir an einer Kampagne der Regierung für das sogenannte Kryptographieverbot. In einem Zeitalter in dem eine Gesellschaft nur noch über die Menge seiner Informationen definiert wird, muss die Regierung einer Demokratie jedem ein Maximum an Informationen gewährleisten, was bei erlaubter Kryptographie nicht gewährleistet ist, so die Argumentation.
Wir sehen also durch den Türspion wie ein schwer bewaffneter Polizeitrupp die Nachbarswohnung stürmt und einen Mann abführt. Wir versprechen der Frau und dem Sohn, die sich das ereignete nicht erklären können, der Sache nachzugehen.
Schnell wird klar, das die Sache stinkt, weil die Polizei auf Anfrage jede Existenz eines solchen Einsatzes abstreitet ...

Die Story ist von der Idee her wirklich gut und vor allem interessant da sie im laufe des spiels manch unerwartete Wendung nimmt. Jedoch die Umsetzung eher mäßig und vom Ergebnis (Showdown) her ernüchternd.
Vor allem haben mich immer wieder logische Fehler irritiert.
Leider kommt die Story erst nach der Hälfte bis zwei drittel des Spiels richtig ins Rollen. Manch einer hat bis dahin die Lust und Geduld am knobeln schon verloren.

Vom Gameplay her ist das Spiel eher in der unteren Mitte anzusiedeln, so leid es mir tut. Es kommt oft vor das der Held des Spiels in eine völlig andere Richtung läuft als man klickt. Erst wenn die Perspektive zwei bis drei Mal gewechselt hat, trifft man zufällig den richtigen Punkt sodass man auch dahin läuft wo man eigentlich hin will. Einziger Pluspunkt ist, das man das Spiel komplett mit der linken Maustaste spielen kann. Das Inventar wird automatisch unten eingeblendet wenn man mit dem Cursor dort hinfährt.
Die schon erwähnt oft wechselnden Perspektiven machen das nicht unbedingt einfacher. Das wechseln der Orte ist mühsam und zeitaufreibend. Um vom Appartment ins Büro zu kommen muss man erst mal den Weg aus dem Appartment finden. Dann in den Fahrstuhl, warten bis man 23 Stockwerke gefahren ist, über die Strasse, in ein sogenanntes Satcar (führerlose Taxis), dann auf der Karte anklicken wohin man möchte, dann in das Gebäude, in den Fahrstuhl und endlich ist man da. Da man die Orte recht häufig wechseln muss ist sowas schwachsinnig zeitraubend. Einmal ok, aber dann sollte einem eine Karte zur Verfügung stehen auf der man schon bekannte Orte direkt ansteuern kann.
Sehr schade ist, das man viele Orte, nur aus belanglosen Gründen besucht obwohl man daraus hätte viel mehr machen können.
Ein Beispiel: Man besucht das Seti. Ein Wissenschafter versperrt einem den Weg in die Technikzentrale. Leider wird man diese nie betreteten obwohl sie sehr ominös wirkt und der Wissenschaftler einen geradezu einlädt, ihn irgendwie hinters Licht zu führen oder abzulenken. Ebenso wird man die riesige Parabolschüssel nie betreten obwohl der Zugang dazu nur durch eine geheimnisvolle verschlossene Türe geschützt wird.
Sinnlose und viel zu lange Dialoge sind wie bei vielen Adventures auch hier ein Problem.
Ebenso wie das eine große Rätsel, sozusagen der investigative Höhepunkt, der mich schon bei Baphomtes Fluch aufgeregt hat.
Ein ganz lustiges wie in Adventures seltenes aber auch nutzloses Gimmick ist, das man (nach gewissen Handlungssträngen) tatsächlich ab und zu schlafen muss. Das einzig nette daran ist, das sich das Wetter und die Lichtverhältnisse ändern und man schon bekannte Orte von Zeit zu Zeit in anderen Zuständen betrachten kann.

Grafisch hat das Spiel einiges zu bieten. Hier liegt mein grosser Pluspunkt. Liebevolle Details und extrem realistisch wirkende Physik (Wasser). Man bekommt ein beeindruckendes räumliches Gefühl (vielleicht kommt das ja auf dem zweiten Screenshot ein bischen rüber).


Fazit: Ich hatte mir mehr erhofft, denn Grafik ist nicht alles, ganz im Gegenteil. Die miserable Steuerung, die zeitaufwändigen Reisen und Rätsel die teilweise jeder Logik entbehren haben mich echt enttäuscht.
schnoedel Montag, 29. November 2004 - 21:34 Uhr
schlafen
das mit den schlafen war bei gabriel knight z.b. auch so aehnlich gemacht
die spiele bekahmen dadurch einen schoenen zeitlichen handlungsablauf

wenn ichs auch mal angefangen und durchgespiel habe, dann komm ich auf den eintrag hier zurueck und poste nochn kommentar
Copyright © 2001-2019 Martin Rosenthal
AMAViSiON.org